Wie gehe ich mit meinen Diagnosen um?

Protokoll des Psychoseseminars vom 19. Oktober von 19.00 – 21:00 Uhr

Moderation: Herr Schmidt Protokoll: Frau Elsässer

Ablauf:

Begrüßung der anwesenden Gäste Herr Schmidt

Vorstellung des Psychoseseminars Herr Schmidt

Ablauf des Seminars mit Pausen und Getränken und Protokoll Herr Schmidt

Das Thema im Psychoseseminar am 19. Oktober 2016 lautet: „Wie gehe ich mit meiner Diagnose um?“

Einstieg

Es werden Karten vom letzten Seminar auf dem Boden verteilt, mit den verschiedensten Diagnosen.

Die Frage zum Einstieg lautet: Welche Gefühle entstanden bei mir, als ich von meiner Diagnose erfuhr? Oder der Diagnose eines Angehörigen? Oder bei der Diagnose eines Patienten?

Jedes Gefühl kann von den Anwesenden auf jeweils eine Karte geschrieben werden.

Danach kann jeder, der möchte seine Karten vorstellen.

Es werden folgende Nennungen aufgeschrieben:

  • Verwirrung – Unsicherheit (Mehrfachnennung)

  • Wut auf alle Anderen – Wut auf mich selbst (Mehrfachnennung)

  • Ungeduld – Nicht Wissen, wo ist meine Belastungsgrenze jetzt?

  • Erleichterung – So bin ich dran (Mehrfachnennung)

  • Entlastung – Es liegt nicht an meinem Charakter, ich bin kein schlechter Mensch.

  • Stigmatisierung – Beispiel bei Alkoholmissbrauch der Ausspruch „Selbst schuld“

  • zu einem Gefühl nicht in der Lage – Beispiel bei Depression

  • Unkenntnis – Unwissenheit.

Diskussion

Man muss den Weg selber gehen (Zeitfaktor)

Aber trotzdem Austausch mit anderen Betroffenen (Selbsthilfe)

Der Weg zur Genesung erfolgt durch kleine Schritte.

Für die „Gesunden“ eine Fassade aufrechtzuerhalten ist anstrengend.

Man weiß vielleicht noch gar nicht, ob man gesund wird. Soll man deswegen einen Grad der Behinderung beantragen?

Es gibt verschiedene Wege, aber nach einer Diagnose ist nichts mehr so wie es war.

Welchen Weg will man gehen? Ehrenamt, Berufsleben, Werkstatt für Behinderte?

Für die Angehörigen ist es nicht leicht, die Ungeduld auszuhalten, die vom Betroffenen ausgehen, der nach einem Schub wieder so weiter machen will, wie bisher.

PAUSE

Zweiter Teil:

Nun möchten wir auf der Flipchart sammeln:

Welche Wege gehe ich mit meiner Diagnose – Was hilft? :

Einzel- und Gruppentherapie

Trotz und Lebenswille

Die Annahme meiner Erkrankung ist wesentlich für die Inanspruchnahme von Hilfsangeboten und für die Aufnahme von weiteren Informationen über die Krankheit.

Bei Sucht: Abstinenz

Selbsterkenntnis, Ehrlichkeit gegenüber sich selbst.

Das Umfeld aktiv gestalten

Selbsthilfegruppe, die lösungsorientiert arbeitet und nicht ein Problem nach dem anderen eröffnet.

Offener Umgang mit der Erkrankung

Geduld

Ca. 21:00 Uhr Abschlussrunde: Ein Stein wird in die Runde gegeben: Was hat Ihnen diese Veranstaltung gebracht (was nehmen Sie mit? Was lassen Sie hier?)

Bedanken bei der Seminargruppe (und dem Gast / den Gästen) – Hinweis auf die Pause im Psychoseseminar bis zum September. Alle weiteren Themen stehen auch auf der Homepage des Psychose – Seminars: www.psychose-seminar.info

Menschen, die mit folgenden Diagnosen leben müssen: Schizophrenie, Paranoia, Borderline, Bipolare Störung, Depression u. ä. mit psychotischen Symptomen tauschen sich mit Angehörigen, Interessierten und in der Psychiatrie Tätigen aus.