Soteria – Was ist das und für wen ist dies geeignet?

Protokoll des Psychoseseminars vom 16.06.2010 von 19.00 – 20.45 Uhr

Protokollant/in: Hr. Schmidt

Zunächst erfolgt die Begrüßung des Auditoriums sowie der anwesenden Gäste. Vorstellung des Psychoseseminars. Hr. Dr. Hinüber konnte leider kurzfristig nicht teilnehmen, so dass das Thema etwas abgeändert wurde.

1. Was würden Sie gerne auf einer normalen psychiatrischen Station verändern wollen? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Es wurde gesagt:

  • Fixierung und Gewalt. Sollte der Fixierraum öffentlich sein oder ist der Schutz der Privatsspähre des Patienten höher anzusetzen. Ein öffentlicher Zugang würde den Mythos verringern.
  • unruhige, laute Station
  • Überbelegung
  • wenig Personal
  • Bürokratie
  • wenig Zeit
  • zusätzliche Probleme bei Blinden oder anderen Behinderungen ist die Kommunikation. Orientierungslosigkeit und wenig Aufklärung.
  • Beschäftigung auf Station und in der Therapie sehr einseitig.
  • Die Behandlungsvereibahrung wird nicht oder viel zu spät gelesen, so dass es zur falschen Medikation kam.
  • Das Ausprobieren von Medikamenten und die hohe Dosierung.

2. Was bietet die Soteria?

  • Was währe Ihnen wichtig? – Der Patient wird gefragt
  • Kleine Station, etwa 10 Leute mit zwei Betreuern
  • Statt mit hoher, erst mit geringer Dosis der Medikation anfangen
  • Soteria ist keine geschlossene Station
  • Begleitung von Anfang an möglich, Angehöhrige, sogar Kinder können dabei sein.
  • kürzere Aufenthalte, trotz 24 Stunden Betreuung
  • es gibt ein weiches Zimmer

3. Welche Probleme gibt es?

Es werden sowohl eher wenig akute, als auch von anderen Stationen vorbehandelte Patienten aufgenommen. Eine direkte Aufnahme kann in einer Behandlungsvereinbahrung geregelt werden, wenn man nicht im Einzugsgebiet wohnt.

4. Was kann in der LVR Klinik in Düren übernommen werden?

Die Behandlungsvereinbahrung sollte im IT-System sofort ersichtlich sein. Veraltete oder zurückgezogene Behandlungsvereinbarungen sollten deutlich als solche gekennzeichnet oder gleich ganz gelöscht werden. Sie sollte schon bei der Aufnahme gelesen werden.

Im allgemeine ist schon lange eine Gebäudesanierung fällig, um schon mal optisch eine Verbesserung zu erzielen.

Menschen, die mit folgenden Diagnosen leben müssen: Schizophrenie, Paranoia, Borderline, Bipolare Störung, Depression u. ä. mit psychotischen Symptomen tauschen sich mit Angehörigen, Interessierten und in der Psychiatrie Tätigen aus.