Psychose und Kindererziehung – Was brauchen meine Kinder?

Protokoll des Psychoseseminars vom 15.11.2006 von 19.00 – 21.05 Uhr

Zunächst erfolgt die Begrüßung des Auditoriums und der Psychotherapeutinnen des Psychologischen Beratungszentrums der ev. Gemeinde zu Düren Fr. Immig-Carl und Fr. Gaitzsch. Leider ist kein/e Arzt/Ärztin zugegen. Vorstellung des Psychoseseminars und der Person der Moderatorin ihrer Funktion.

Fr. Immig-Carl und Fr. Gaitzsch stellen ihr Arbeitsfeld vor.

Warm up

1. Frage: Was brauchen Kinder Ihrer Meinung nach um sich wohl zu fühlen?

Antworten waren:

  • Freiraum um sich zu entfalten
  • Geborgenheit
  • Anerkennung ohne Leistung
  • Bildung – Schul- und Ausbildung
  • Entwicklungsmöglichkeiten
  • Kleider
  • Liebe
  • Regeln alterspezifisch und verlässlich
  • Einhaltung der Menschenrechte
  • Freizeitspaß
  • Freunde
  • Urlaub
  • Braucht Grenzsetzung und Sicherung vor Schaden
  • Vertrauen
  • Entwicklungsmöglichkeiten (Spielzeug, PC, Sport, Musik, Kultur)
  • Ernährung
  • Muss Respekt bekommen
  • Muss Respekt haben
  • Feiern von Festen
  • Bindung an Tradition
  • Ärztliche Versorgung
  • Schutz
  • Wohnen
  • Bezugsperson
  • Dürfen nicht allein gelassen werden

Die Antworten werden auf eckige Karten geschrieben und in der Raummitte ausgelegt.

2. Frage: Welches Elternverhalten kann Kinder gefährden, wenn eine Psychose ausbricht.

  • Kinder alleine lassen
  • Kinder werden getötet (oder Lebensgefahr)
  • Kinder werden misshandelt
  • Verwahrlosung
  • Gewaltanwendung
  • Schuldzuweisung an Kinder
  • wenn die Durchsetzungskraft fehlt
  • Mangelnde Krankheitseinsicht
  • Isolation der Kinder (Geheimhaltung)
  • Überlassung der Verantwortung

Die genannten Begriffe werden auf Flip-Chart mitgeschrieben.


Es folgt eine 7 minütige Pause.

3. Frage: Was kann man zum Wohl des Kindes tun?

  • Netzwerke werden genannt, die im Fall der Psychose aktiviert werden können. Dies können das Jugendamt, eine Pflegefamilie, Familienangehörige sein, die die Verantwortung übernehmen.

4. Daran schließt sich eine Blitzlichtrunde an, in der danach gefragt wird:

Was können Sie vom heutigen Abend mit nach Hause nehmen?

Literaturhinweise:

Sonnige Traurigtage von Schirin-Hohmeier, 2005

Zuletzt erfolgt ein Hinweis auf die Selbsthilfegruppe „Psychose- Erfahrene- Düren und die Selbsthilfegruppe gegen Depressionen. Das nächste Seminar findet am 20.12.2006 zum Thema: Behandlungsvereinbarungen – Ein Weg zu mehr Selbstbestimmung? –

Bedanken und Verabschiedung der Gäste.

Menschen, die mit folgenden Diagnosen leben müssen: Schizophrenie, Paranoia, Borderline, Bipolare Störung, Depression u. ä. mit psychotischen Symptomen tauschen sich mit Angehörigen, Interessierten und in der Psychiatrie Tätigen aus.