Psychose – den Rückfall vermeiden!?

Protokoll des Psychoseseminars vom 15. September 2004

Zuerst haben wir den Begriff Psychose beleuchtet. Arbeitsergebnisse waren u. a. Psychose ist das Verschwimmen von Scheinwelt und Realität. Jemand kann den Traum nicht mehr von der Wirklichkeit unterscheiden.

Im Zustand einer Psychose kann Angst eine große Rolle spielen. Die Angst kann sich dann auch übertragen.

Man überträgt die eigenen Ängste und provoziert den Rückfall möglicherweise. Die Psychose überträgt sich nicht. D. h. die Angst selbst psychotisch zu werden ist unrealistisch.

Die Kommunikation kann sehr schwierig sein. Möglicherweise schaltet ein Angehöriger dann ab.

Es kann eine tiefe Betroffenheit vorherrschen.

Es kann passieren, dass man sich gegenseitig in eine Psychose hineinredet.

Psychose – Frühwarnsymptome

  • Schlaflosigkeit
  • Aufgedrehtsein
  • Man fühlt sich bedroht oder sogar verfolgt
  • Power ohne Ende
  • Sie weiß irgendwas stimmt nicht
  • Verschmelzen von Realität und Phantasie
  • Jede Psychose ist anders
  • Die Regel ist, man gerät in eine Psychose hinein und kommt ohne fremde Hilfe meist nicht mehr hinaus, jemand bleibt hängen.
  • Unterschiedliches Erleben – jemand fühlt sich krank,
  • Krankheitsuneinsichtigkeit

Wie verhält man sich richtig?

  • Nach dem Bauch man muss sich gut fühlen.

Woran merkt man, dass jemand psychotisch ist?

  • Wahnideen
  • Halluzinationen
  • Isolation
  • Massiver Verlust der Belastbarkeit
  • Vorlauf manchmal Jahre vorher

Es gibt keinen Knopf der die Psychose auslöst. Die Auslöser sind verschieden.

Was haben Sie unternommen um den Rückfall zu vermeiden?

  • Angehörige gibt richtungsweisende Infos (raten zum Klinikaufenthalt)
  • Gespräche sind nicht immer probat, können aber auch gut sein
  • Auf Medikamenteneinnahme achten
  • Koffeinfreier Kaffee mit viel Zucker
  • Gespräche über die Krankheit
  • Medikamente ändern, Notfallmedikamente rechtzeitig ändern (z. B. Schlaftablette nehmen (Tavor Expidet; Truxal)
  • Hausbesuch

Menschen, die mit folgenden Diagnosen leben müssen: Schizophrenie, Paranoia, Borderline, Bipolare Störung, Depression u. ä. mit psychotischen Symptomen tauschen sich mit Angehörigen, Interessierten und in der Psychiatrie Tätigen aus.