Macht Psychose aggressiv? – Umgang mit Aggressionen

Protokoll des Psychoseseminars vom 15.06.2005

Eine Teilnehmerin interessiert was Psychose überhaupt sei. Er wird erarbeitet, dass das Krankheitsbild der Psychose in drei Untergruppen unterteilt wird.

  • 1. Schizophrenie (schizophrene Psychose)
  • 2. Manisch-Depressive Psychose (bipolare Erkrankung)
  • 3. schizoaffektive Psychosen

Ganz kurz wurde über Symptomatiken gesprochen. Genannt wurde z. B.

  • gestörter Realitätsbezug
  • sich etwas zusammenreimen
  • Wahnsysteme entwickeln
  • Sich verfolgt fühlen

Um das Thema Psychose und Aggression besser verstehen zu können, wurde vorgeschlagen zuerst eine Definition „Was sind Aggressionen“? zu machen.

Aggressionen sind grenzüberschreitende Verhaltenweisen unterschiedlicher Charaktere. Diese können verbaler Natur sein odr z. B. schlagen, treten oder mit Gegenständen agieren. Aggressionen können sich gegen andere Menschen (Fremdaggressionen) oder gegen sich selbst (Autoaggressionen) richten.

Es wird ein kleines Schaubild an der Flip-Cart erstellt:

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Es wurde darüber gesprochen, dass sich Konflikte mit sich selbst auch in der Umwelt, mit anderen Menschen wiederspiegeln können. Man erschafft das Bild von sich selbst und die darin innewohnenden Konflikte in der Umwelt und mit der Umwelt, können Ängste ausgelöst werden, die sich zusammen mit dem vorhandenen Ärger hoch schaukeln können. Jemand erzählte, den Job und die Beziehung durch die Erkrankung verloren zu haben. Das hätte auch ärgerlich gemacht, obwohl sich der Betreffende nicht als aggressiv empfinden würde. Er wurden verschiedene Erfahrungen mit aggressiven Übergriffen geschildert.

Zu der Biologie von Aggression wurde folgendes zusammen getragen:

Der Mensch produziert in der Nebennierenrinde 2 unterschiedliche Substanzen, die im Kopf entsprechende Vorgänge steuern.

  • 1. Noradrenalin, welches für die Fluchtreaktionen verantwortlich sein kann.
  • 2. Adrenalin, welches für den Angriff verantwortlich sein kann.

Dazu wurde der Begriff „Impulskontrolle“ genannt. Es ist von Nachteil, wenn jemand seine aggressiven Impulse nicht gut steuern kann. Wie kommen die Verhaltensmuster zur Impulskontrolle und in Konflikten zustande? Es gibt eine genetische Komponente und es gibt eine Komponente aus der Umwelt z. B. die Erziehung an denen sich die Verhaltensmuster entwickeln können. Es wird länger darüber gesprochen, dass jemand mit sich und seinen Aggressionen nicht zurecht kommt.

Nach der Pause werden noch Themen gesammelt:

  • Psychose und Angst
  • Psychose und Depression
  • Vulnerabilitäts-Stress-Modell
  • Medikamente
  • Was ist Psychose?

Zum Ausklang der Veranstaltung wird auf die Sommerpause im Juli und August und die Vorbereitungsgruppe, die sich mit dem nächsten Programm beschäftigt, aufmerksam gemacht.

Menschen, die mit folgenden Diagnosen leben müssen: Schizophrenie, Paranoia, Borderline, Bipolare Störung, Depression u. ä. mit psychotischen Symptomen tauschen sich mit Angehörigen, Interessierten und in der Psychiatrie Tätigen aus.