Drogen und Psychose – eine unheilvolle Kombination!?

Psychoseseminar am 17. Mai 2000

Ablauf:

Begrüssung

Vorstellung der Personen: wir haben vorbereitet – wir sind eingeladen

(1 niedergelassener Psychiater, 1 Klinikärztin, 1 Mitarbeiterin der Drogenberatungsstelle)

Themen vorstellen: (Plakate}

  • I. Drogen als Auslöser von Psychosen
  • II. Drogenkonsum bei psychotisch Erkrankten a) in akuten Phasen b) in symptomfreien Zeiten

Hinweis: umfangreiches Thema, sicherlich nicht erschöpfend zu bearbeiten

-> im Herbst wieder Psychoseseminar mit dieser Thematik möglich

Fragen zu den Themen sammeln – alle dürfen Fragen an alle stellen!

Pro Frage ein Kärtchen! (Kärtchen, Stifte, Schreibunterlagen)

Fragen werden den Plakaten I bzw. II zugeordnet.

-> Auslegen der Fragen Thema I -> Aussuchen einer der Fragen, die besonders anspricht

-> ein Mensch liest die Frage vor, wer eine ähnliche Frage hat, ergänzt diese

-> Beantwortung

P a u s e – ca. 20 Uhr

(ln der Pause sortieren die TN der Vorbereitungsgruppe die Fragen zu Thema II)

Der größte Themenbereich bei II wird zuerst zur Beantwortung genommen

(Vorlesen durch Vorbereitungsgruppe)

Verabschiedung

Material usw. mitnehmen;

  • Bücher
  • leere Kärtchen/Zettel
  • Stifte
  • Schreibunterlägen?
  • Plakate s.o.

Fragen, die zu den Themen formuliert wurden:

zu I. Drogen als Auslöser von Psychosen

  • Bricht die Psychose nach einer einmaligen Einnahme von Drogen aus oder nach Einnahme über einen längeren Zeitraum?
  • Welche Drogen lösen Psychosen aus?
  • Was gehört zu Drogen?
  • Woran erkenne ich, ob Drogen Auslöser von Psychosen sind oder umgekeht?
  • Woran kann ein Angehöriger oder Betreuer erkennen, ob Symptome aufgrund von Drogenkonsum oder aufgrund einer Psychose entstanden sind?
  • Ist Ihnen als Betroffene/r oder als Angehörige/r die Gefahr bekannt gewesen, in die Sie sich begeben?
  • Wie viel Zeit vergeht nach dem Einsatz der Drogen bis zum Ausbruch der Psychose?
  • Wenn Eltern nicht frühzeitig darauf achten, dass ihre Kinder kein Haschisch rauchen, bekommen die zu 50 % eine Psychose

Diese Fragen wurden an diesem Abend besprochen.

Drogen, die zu Psychosen führen können:

  • Haschisch
  • Ecstasy
  • Heroin
  • Amphetamin
  • Kokain
  • LSD
  • Designer-Drogen
  • Pilze

 

 

andere Drogen:

  • Alkohol
  • Medikamente (Valium, Barbiturate)
  • Nikotin
  • Opium
  • Crack
  • Meskalin
  • Morphium

zu II. Drogenkonsum bei psychotisch Erkrankten

a) in akuten Phasen

  • Frage an die Betroffenen: Welche Droge, wenn überhaupt, lindert Symptome wie Angst, Verfolgungswahn?
  • Frage an Betroffene: Geht es Ihnen in der Psychose mit Drogen besser?
  • Welche Erfahrungen gibt es mit den verschiedenen Drogen im akuten Schub?

b) in symptomfreien Zeiten

  • Ohne Amphetamin kann man die Nebenwirkungen von Neuroleptika nicht aushalten
  • Alkohol ist pflanzlich und deshalb besser als andere Mittel um bei Psychosen Schlaf zu bekommen!
  • Welche Erfahrungen haben Angehörige mit Drogen in symptpmfreien Zeiten gemacht?
  • Wie wirkt Alkohol in symptomfreien Zeiten auf die Betroffenen?
  • eigene Erfahrungen von Betroffenen inwieweit Drogen bzw. Alkoholkonsum akute Phasen auslösen können
  • Es wird erzählt, dass Haschisch gut ist gegen Psychosen. Manche sehen das nicht so. Warum?
  • Wie verträgt sich das Rauchen von Haschisch mit der Dauereinnahme von Decentan 8? Gefahren? (Frage an die Klinikärztin)

Sonstige Fragen

  • Psychose als Vorstufe zum Drogenkonsum?
  • Welcher Zeitraum wird nach Drogenkonsum als kritische Zeit danach betrachtet?

Diese Fragen sollen in einem Psychose-Seminar im Herbst 2000 beantwortet werden. Siehe 18.10.2000 “Sackgasse Sucht- Psychosen und Drogen”

Menschen, die mit folgenden Diagnosen leben müssen: Schizophrenie, Paranoia, Borderline, Bipolare Störung, Depression u. ä. mit psychotischen Symptomen tauschen sich mit Angehörigen, Interessierten und in der Psychiatrie Tätigen aus.