DIE WEITEREN VORHABEN

Ab September 1995 wird das Psychose – Seminar Düren mit dem Schwerpunkt weitergeführt, dem Erfahrungsaustausch und der Verständigung zwischen den Gruppen, die als Erfahrene, Angehörige und professionell Tätige von Psychose betroffen sind, zu dienen. Zugleich möchte sich das Seminar mit einzelnen Vorhaben stärker nach außen wenden. Zu diesem Zweck wird im Oktober 1995 ein Pressegespräch stattfinden, in der das Seminar die bisherige Arbeit und die weiteren Vorhaben vorstellt. Zudem soll diese Dokumentation der interessierten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Dabei ist das Psychose – Seminar Düren an Kontakten mit anderen Psychose – Seminaren oder ähnlichen Vorhaben über ihre Erfahrungen und Wirkungen für die Beteiligten, aber auch in der Öffentlichkeit interessiert.

Um stärker nach außen zu wirken und damit zugleich dem Seminar neue Anregungen zu vermitteln, ist beabsichtigt, Vertreter oder Vertreterinnen der psychosozialen Dienste in der Region zu Gesprächen in das Psychose – Seminar einzuladen. Außerdem soll versucht werden, den Kontakt und die Zusammenarbeit mit dem Landeskrankenhaus in Düren zu verstärken. Dazu soll ein Gespräch mit dem leitenden Arzt, Herrn Dr. Knauer, beitragen. Zudem soll angeregt werden, das Psychose – Seminar in einem Fortbildungsangebot der Klinik zu berücksichtigen. Die Öffentlichkeit könnte zudem durch eine Autorenlesung angesprochen werden, zu der -in Zusammenarbeit mit der Öffentlichen Bibliothek oder einer Buchhandlung- ein Autor oder eine Auttorin aus einem Buch über eigene Psychoseerfahrungen vorliest.

Als weitere thematische Schwerpunkte, denen sich das Seminar in der nächsten Zeit zuwenden möchte, sind vorgeschlagen:

  • Ambulante Dienste
  • Betreuung und Beratung von Psychoseerfahrenen und Arbeitgebern oder Arbeitgeberinnen an der Arbeitsstelle
  • Erfahrung und Betroffenheit von Außenstehenden (Erwachsenen, Kindern, Verwandten, Freunden oder Freundinnen), wenn eine Person in ihrem Umfeld eine Psychose erfährt – Wirkung der Psychose auf das soziale Umfeld dessen, der eine Psychose erlebt

Düren, September 1995

Menschen, die mit folgenden Diagnosen leben müssen: Schizophrenie, Paranoia, Borderline, Bipolare Störung, Depression u. ä. mit psychotischen Symptomen tauschen sich mit Angehörigen, Interessierten und in der Psychiatrie Tätigen aus.