DIE ERSTE SITZUNG (18.1.95)

Die erste Sitzung diente der Verständigung über Themen und Probleme, die im Psychose Seminar behandelt werden sollten. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen – Psychose – Erfahrene, Angehörige und Professionelle – notierten ihre Themenwünsche auf Karten, die anschließend systematisch geordnet und durch Klebepunkte gewichtet wurden. Daraus ergab sich eine Vereinbarung über die thematischen Vorhaben des Psychose – Seminars:

  • 1 Wünsche / Sehnsüchte, Verantwortung, Mut, Wut, Wahnsinn, Weisheit, Liebe, Krankheit und Kunst, Ausdauer / Belastbarkeit, Selbstbewußtsein trotz eigener (falscher) Wege, Hoffnung, Chaos / Energie/ Kälte / Kampf, Bereicherung meiner Persönlichkeit, Selbstwertgefühl / Selbstbewußtsein / Lebenserfahrung

Summe MUT: 26 Punkte

  • 2 Minderwertig-Gefühl, Hilflosigkeit /Angst, Angst vor Krieg, Angstgefühl / Unsicherheit, Außer Kontrolle , Zwang, unberechenbar / Panik, Selbstmordgedanken, Freiheit / Hemmungslosigkeit 1 Gewissen / Angst, Situation in den Kliniken, Angst vor der Klinik, Entwicklung, Depression, Leere, Enge, Raum / Haßgefühle in der Psychose

Summe ANGST: 16

  • 3 Vereinsamung, Isolation, Liebesverlust, kontaktgestört, Zwänge / Raum / Stabilität

Summe ISOLATION: 5 P.

  • 4 Die Erde ist wie ein fremder Planet, Realitätsverlust, Realität falsch interpretieren, Verfolgungswahn, falsche Selbsteinschätzung, totale Wesensveränderung, Psychoseerleben anhand der Biographie, Definition krank – gesund, Fremdeinschätzung Selbsteinschätzung / Wut / Trauer / Aggression

Summe Realität(sverlust) : 15 P.

  • 5 Sexualität in der Psychose (3 P.), Religion
  • 6 Akute Psychose! Zwangseinweisung?, Ursachen der Psychose, Aufklärung der Patienten, Prophylaxe, Selbsthilfegruppen, Medikamente: Wirkung / Nebenwirkung, Warum wird Psychose „zugeschüttet“ mit Psychopharmaka? / berufliche Rehabilitation

Summe Behandlung: 6 Punkte

Menschen, die mit folgenden Diagnosen leben müssen: Schizophrenie, Paranoia, Borderline, Bipolare Störung, Depression u. ä. mit psychotischen Symptomen tauschen sich mit Angehörigen, Interessierten und in der Psychiatrie Tätigen aus.