Ambulante Hilfe, die bei psychische Erkrankung nach Hause kommt

Protokoll des Psychoseseminars vom 15. Juni 2016

von 19.00 – 20:45 Uhr

Moderation und Protokoll: Frau Sieburg, Herr Schmidt

Ablauf:

Begrüßung des Auditoriums Düren und der Assistenzärztinnen der LVR Klinik

Vorstellung des Psychoseseminars

Ablauf des Seminars mit Pausen und Getränken und Protokoll erklären

Das Thema im Psychoseseminar am 015. Juni 2016 lautet:

Ambulante Hilfe, die bei psychischen Erkrankung nach Hause kommt?“

Einstieg : „Wer hat Erfahrung mit Hilfe, die nach Hause kommt“

Die Antworten werden auf Karten geschrieben. Die TeilnehmerInnen stellen ihre Karten vor und legen sie dann in die Mitte auf den Boden.

  • Gesetzliche Betreuung: Die BetreuerInnen kommen auch bei Bedarf ins Haus.
  • Hausarzt: Wenn vereinbart, können auch Hausärzte in einem akuten Schub nach Hause kommen und Medikamente bringen, bzw. verschreiben.
  • Sozial Psychiatrischer Dienst (SPD): Mitarbeiter können auch nach Hause kommen.
  • Pflegedienst: z. B. bei älteren Menschen, Der Pflegedienst hilft dann bei den Medikamenten u. ä.
  • BeWo-BetreuerInnen (Betreutes Wohnen): BeWo ist immer freiwillig. Es ist eine langfristige direkte Hilfe zur Vermeidung akuter Situationen. Manchmal gibt es nur einen kurzen „guten Kontakt“ in der Woche zur Prävention.

Etwa 0,5 – 8 Stunden pro Woche; sind mehr Stunden nötig, ist eine Wohngruppe sinnvoller.

Eine Bewilligung gilt für 1 – 2 Jahre.

BeWo ist zuständig für:

  • Alltagsbegleitung
  • Freizeitgestaltung (z. B. Gruppenangebote)
  • Tagesstruktur
  • Ziel ist die Selbstständigkeit
  • Tagesgestaltende Leistungen

Multiprofessionelle Zusammenarbeit mit:

  • Haushaltshilfe
  • Drogenberatung
  • Ärzte
  • gesetzliche Betreuer
  • Klinik
  • Hausärzte
  • Feuerwehr: z. B. nach einem Selbstmordversuch
  • Polizei: z. B. wenn der/ die Betroffene droht, im Schub mit dem Auto zu fahren.
  • Ordnungsamt: z. B. wenn ein PsychKG nötig ist. (Einweisung in die Klinik, weil Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegt.
  • Persönliches Budget: Träger LVR (Infobroschüre anfordern) Man kann sich von dem Geld selber Leistungen einkaufen zur Freizeitgestaltung. Komplizierte Abrechnung.

Pause

„Was fehlt in Düren an Hilfen, die nach Hause kommen? Was gibt es an anderen Orten und wäre auch für Düren sinnvoll?

Es werden diesmal blaue Karten geschrieben und später vorgetragen:

  • Interventionsteam zur Krisenbewältigung Zuhause. Hometreatment gibt es in Krefeld.

Manchmal verstehen Helfer mehr , wenn sie die häusliche Situation kennen.

Manchmal braucht es nur kurze Hilfe, um eine Einweisung zu verhindern.

  • Videotelefonat mit dem Arzt/der Ärztin: nicht im akuten Schub, aber z. B. zur Nachbesprechung nach einer Blutuntersuchung.
  • Freizeitbegleitung bei eingeschränkter Alltagskompetenz (Zahlt die Krankenkasse, wenn es einen Träger gibt.)

Zum Schluss möchten wir noch Themen sammeln für das 2te Halbjahr.

  • Hometreatment (jemanden einladen)

Abschlussrunde: Ein Stein wird in die Runde gegeben: Was hat Ihnen diese Veranstaltung gebracht (was nehmen Sie mit? Was lassen Sie hier?)

Bedanken bei der Seminargruppe (und dem Gast / den Gästen) – Hinweis auf die Pause im Psychoseseminar bis zum September. Alle weiteren Themen stehen auch auf der Homepage des Psychose – Seminars: www.psychose-seminar.info

Menschen, die mit folgenden Diagnosen leben müssen: Schizophrenie, Paranoia, Borderline, Bipolare Störung, Depression u. ä. mit psychotischen Symptomen tauschen sich mit Angehörigen, Interessierten und in der Psychiatrie Tätigen aus.