UMGANG MIT PSYCHOSE
Aus Psychoseseminar DN - Trialog in Dueren
DIE FÜNFTE SITZUNG (15.3.95)
UMGANG MIT PSYCHOSE
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| * ein Gespür für die eigene Krankheit entwickeln | * Teufelskreis: Wiederholung immer gleicher Abläufe ohne Änderungsaussichten |
| * selbst mit Medikamenten umgehen | * Abhängigkeit von Sozialhilfe -> Verstärkung von Ängsten durch existentielle Probleme |
| * als Patient von den Ärzten ernstgenommen werden; Behandlung gemeinsam vereinbaren (Verträge) | * Familie und damit verbundene Pflichten als Druck |
| * Gruppentherapie und Erfahrungsaustausch (außerhalb der Klinik) | * keine bzw. zu wenig Angebote und Mitarbeiter/innen für Hilfe nach Entlassung |
| * finanzielle Absicherung | * mangelnde Finanzierung von Hilfen |
| * Erlernen von Umgang mit der Krankheit | * Nicht-Zusammenpassen von Mitgliedern von Wohngemeinschaften |
| * eigenen Entwicklungsstand feststellen und Ziele setzen | * Kontakte zwischen Ärzten und Patienten nur in der Psychose / Krise |
| * Möglichkeit, das Leben selbst zu gestalten | * Beharrungstendenzen der Institutionen gegenüber Änderungen |
| * betreute Wohngemeinschaften | * unangemessene emotionale Reaktionen von Ärzten / Pflegern |
| * ambulante Betreuung zu Hause statt Einweisung in die Klinik | * Machtkämpfe und Angst vor Autoritätsverlust bei Ärzten und Pflegern |
| * vor und nach Krise Kontakte zu Betreuern und Beratungsstellen | * Einsperren bei Ausrasten und Auffällig- werden |
| * Möglichkeit für Angehörige, bei bzw. nach der Aufnahme in die Klinik beim Betroffenen zu sein | |
| * Beziehungskontinuität Arzt - Patient auch nach | |
| * Unterstützung, sich gegenüber Ärzten und Pflegern angemessen durchzusetzen | |
| * Supervision für Personal, um sich der eigenen emotionalen Verwicklungen bewußt zu werden | |
| * eigener Freundeskreis, der stabilisiert | |
| * als Professioneller authentisch sein | |
| * den Patienten als "Wissenden" verstehen und als Arzt dieses Wissen um die Krankheit erkunden und nutzen |
